Reboot your Legs – Regeneration mit den Reboots

Wir von SoccAthletix – spielend fit werden sind stets auf dem neusten Stand was aktuelle Trends und Methoden betrifft, mit denen wir die Leistungsfähigkeit unserer Sportler verbessern können. Auch möchten wir unsere Leser mit fundierten Informationen darüber versorgen. Bevor wir neue Ideen und Entwicklungen an unsere Sportler und/oder an unsere Leser weitergeben, befassen wir uns selbst sehr intensiv mit deren Inhalten und Hintergründen und führen entsprechende Tests durch.

Zuletzt haben wir uns schwerpunktmäßig mit den Themen „Regeneration“ und Regenerationsmanagement beschäftigt.

Durch unsere Kooperation mit BLACKROLL haben wir einen starken und kompetenten Partner an unserer Seite. BLACKROLL bietet verschiedene Tools zur Regeneration an, die bei unseren Sportlern ausgesprochen beliebt sind und mittlerweile in nahezu allen Bereichen des täglichen Trainings Verwendung finden; sei es in der Vor- und Nachbereitung oder auch im Training selbst.

Zur Zeit arbeiten wir an einem neuen großen Projekt mit evoletics   – dazu später mehr – und sind einmal wieder in die Recherche eingetaucht.  Dabei sind wir auf viele Fotos und Berichte über Regenerations-Stiefel gestoßen. Die coole Aufmachung und die provokanten Werbeversprechen haben sofort unser Interesse geweckt und uns dazu bewegt, tiefer in die Thematik „Regeneration durch Druckluft“ einzusteigen.

Schon sehr bald haben wir dann die Seite https://reboots.de mit dem vielversprechenden Slogan „Kampfansage an müde Beine“ gefunden. Nach kurzem Einlesen war uns klar, dass wir das Produkt „Reboots“ unbedingt testen müssen – gesagt, getan. In diesem Artikel wollen wir mit Euch unsere Erfahrungen mit den Reboots teilen und die Idee dahinter vorstellen.

Reboots: Was ist das überhaupt?

Reboots sind sog. Recovery Boots, also Stiefel, die die Regeneration optimieren sollen. Über Druckluft wird eine Art Sportmassage für zu Hause direkt aus der Steckdose erzeugt.

Der Hersteller beschreibt das Produkt auf seiner Website wie folgt:

„Recovery Boots sind Strümpfe, die durch eine mechanische Massage zu einer sportlichen Leistungssteigerung und zu einer schnelleren Muskelregeneration nach dem Training beitragen. Sie bestehen aus verschiedenen Luftkammer, die befüllt werden, um so eine gleitende mechanische Massage der Beine zu ermöglichen.“ (https://reboots.de/blog/was-sind-recovery-boots/, letzter Zugriff am 01.09.2018, 14:32 Uhr)

Bereits seit Ende der achtziger Jahre werden Kompressionsstiefel zur Behandlung von Ödemen und Thrombosen genutzt. Seit Anfang der neunziger Jahre werden diese Stiefel auch zu Regenerationszwecken genutzt und ihre diesbezüglichen Auswirkungen untersucht. Kompressionsstiefel sind unter verschiedenen Namen wie u.a. Peristaltic Pulse Dynamic Compression System oder Intermittent Pneumatic Compression System bekannt.

Auf Grund der unterschiedlichen Bezeichnungen ist eine Literaturrecherche allerdings sehr aufwendig und kompliziert. In unserem Artikel verwenden wir nunmehr zur Vereinfachung ausschließlich den Markennamen der von uns getesteten Stiefel: Reboots.

Auf seiner Seite verspricht der Hersteller eine schnelle Regeneration, eine Vergrößerung der Bewegungsreichweite sowie eine Verringerung von DOMS nach einem Training. Klingt erst einmal super, vor allem, wenn man bedenkt, dass das Regenerationsmanagement einen hohen Stellenwert in jedem Trainingsplan haben sollte.

Reboots: Der erste Eindruck

Die Reboots kommen in einer quadratischen Verpackungsbox. Die Verpackung wirkt sehr stylisch. In der Box befinden sich neben den beiden Reboots auch die Steuerungseinheit und entsprechende Anschlusskabel. Besonders die hochwertige Verarbeitung aller Materialien und das zeitgemäße Design fallen nach dem Öffnen sofort ins Auge.

Die Anwendung der Reboots ist denkbar einfach – die Anschlussstecker werden einfach mit dem Steuerungsgerät verbunden und dieses dann an eine Steckdose angeschlossen. Anschließend werden die Stiefel angelegt und der Reißverschluss geschlossen – und schon kann losgelegt werden. Über den On-Knopf wird das Gerät eingeschaltet. Standardmäßig sind eine Zeit von 30 min und ein mittlerer Druck eingestellt. Diese Einstellungen können aber sowohl vor als auch während der Anwendung angepasst und verändert werden.

Es gibt zwei verschiedene Größen. Größe XL ist laut Hersteller für eine Beinlänge von mehr als 86 cm. Für Beinlängen unter 86 cm bietet Reboots auch die Größe M an. 160 cm werden als Mindestkörpergröße für die Nutzung der Reboots vorgegeben.

Wir haben uns für zwei Geräte in Größe M entschieden und diese ausgiebig an uns und unseren Sportler getestet.

Reboots: Die Technik dahinter

Die Reboots arbeiten mit Hilfe von Druckluft. Diese wird über den Kompressor in die acht Luftkammern eines Stiefels gepumpt. Durch diese Kompression soll eine Art mechanische Massage bzw. Kompressionswelle erzeugt werden, die den Abtransport von Stoffwechselprodukten sowie die allgemeine Durchblutung anregen soll. Über die Steuerungseinheit können die Luftkammern einzeln und mit verschiedenen Programmen angesteuert werden. So können die jeweiligen Teilbereiche unter Druck gesetzt bzw. ausgespart werden. Das System bietet dafür sechs bereits vorinstallierte Programme. Der Druck und die Zeit können dabei individuell angepasst und eingestellt werden.

Der Druck lässt sich in fünf verschiedenen Stärken einstellen. Anders als viele andere Hersteller arbeiten die Reboots mit acht Luftkammern und einem relativ hohen Druck von bis zu 240mmHg. Der Druckverlauf beginnt immer unten (distal) in der Kammer am Fuß. Von unten geht die Kompression nach oben (proximal) Richtung Hüfte. Die verstärkte Kompression erhöht den Druck in den Venen, was wiederum zu einem verstärkten Abtransport von Stoffwechselprodukten aus dem Blut führt. Die Idee hinter den Reboots ist also die Optimierung der Regeneration und damit einhergehend eine verbesserte Beweglichkeit sowie geringere Gefahr einer Entstehung von Muskelkater durch eine gleitende Kompressionswelle.

Reboots im Trainingsalltag

Gerade nach Hauptbelastungstagen oder bei sehr kurzer Regenerationszeit durch z.b. einen engen Spielplan haben wir die Reboots eingesetzt, um unsere Sportler dabei zu unterstützen, besser und schneller zu regenerieren.

Da wir nicht für alle Sportler – wir arbeiten im Teamsport mit ca. 20 Spielern pro Team – ein eigenes Paar Reboots zur Verfügung hatten, haben wir meist in einem Regenerationszirkel gearbeitet. Entsprechend der Sportleranzahl haben wir dann an verschiedenen Stationen Regenerationsmaßnahmen wie BLACKROLL, Stretching, die neue Hypervolt von Hyperice (auch hierzu findest Du Informationen auf unseren Kanälen) und leichtes aerobes Training angeboten.

Sportler, die bereits am Vormittag trainieren und am Nachmittag eine zweite Einheit haben, nutzen die Reboots zwischen den Einheiten. Auch hier sind Kombinationen mit anderen Regenerationstools durchaus sinnvoll. Im Bereich der Regeneration nutzen unsere Sportler die Stufen 3 bis 5.

Wir haben die Reboots auch in der Trainingsvorbereitung eingesetzt. Dafür haben wir ein leichtes Programm über ca. 20 min auf Intensitätsstufe 1 oder 2 gewählt. Im Anschluss daran haben die Sportler ihr übliches Prewarm-Up in Form von Übungen mit der BLACKROLL sowie Mobilitäts- und Stabilitätsübungen durchgeführt.

Reboots: Wie ist die Studienlage?

Wie so häufig ist im Zusammenhang mit Regeneration die Studienlage nicht eindeutig. Schaut man sich in den einschlägigen Medien um, findet man viele Studien, die einen positiven Effekt nach der Anwendung von Recovery Boots  nachweisen konnten, aber auch einige Studien, die nach der Anwendung keinerlei Effekt feststellen konnten.

Studien mit positivem Ergebnis geben an, dass gerade nach Ausdauereinheiten, wie etwa einem Intervalltraining auf dem Fahrrad, Effekte festzustellen sind. Diese positiven Effekte sind auf den durch die Stiefel geförderten Abbau von Laktat zurückzuführen. Der bLa-Wert, also der Laktatgehalt im Blut, konnte nachweislich reduziert werden. Ein geringer Blutlaktatwert unterstützt eine schnellere Regeneration.

Auch eine verbesserte Beweglichkeit konnte in einer Studie bestätigt werden. In dieser Studie wurde eine Vergrößerung des Bewegungsradius des Knies nach der Anwendung festgestellt. Daher könnten die Reboots auch für einen Einsatz vor dem Training geeignet sein. Da aber einige Studie keine signifikanten Effekte nachweisen konnten und wir unsere Sportler auch im Bereich der Regeneration zur Selbstständigkeit erziehen wollen, ist die Nutzung der Reboots, ähnlich wie die Anwendung der BLACKROLL, für alle unsere Sportler freiwillig. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Sportler meist selber am besten wahrnehmen, was ihnen hilft.

Daher schaffen wir hier ein offenes Angebot und lassen die Sportler grundsätzlich selbst entscheiden, welche der angebotenen Regenerationsmaßnahmen sie durchführen wollen. Die Erfahrung zeigt, dass Spieler sich am besten erholen, wenn sie eine angewandte Strategie als wirksam empfinden und von der Effektivität überzeugt sind. Mit den Reboots konnten wir unser Angebot um ein weiteres attraktives Tool erweitern.

Reboots: Das SOCCATHLETIX – spielend fit werden Fazit

Das Feedback war großartig – viele Sportler kamen besonders nach intensiven Einheiten oder an freien Tagen auf uns zu und wollten die Reboots nutzen. Die Sportler spüren einen Effekt durch die Nutzung der Reboots und fühlen sich merklich frischer. Dies zeigt sich auch in unserem Belastungsmonitoring, bei dem der Muskelzustand nach der Anwendung der Reboots deutlich besser bewertet wird, als ohne deren Anwendung.

Unser einziger Kritikpunkt ist die fehlende Anleitung bzw. fehlende Empfehlungen durch den Hersteller. Auf der Seite findet man nur wenige Hinweise zu konkreten Einstellungen für verschiedene Zielgruppen.

Für uns und unsere Sportler war es durch einfaches Ausprobieren nicht schwierig, den passenden Druck und die optimale Zeit herauszufinden, dennoch wäre gerade in Bezug auf besondere Personengruppen eine Empfehlung durch den Hersteller eine wünschenswerte Hilfestellung.

Alles im Allem sind die Reboots ein sehr hilfreiches und leicht einsetzbares Tool zur Optimierung der Regeneration im Sport. In den höchsten Druckstufen kommt die Anwendung einer Sportmassage sehr nah. Auch in der Verbindung mit anderen Regenerationstools wie BLACKROLL, Flossing oder Wechselduschen, können die Reboots den (gefühlten) Effekt von Regenerationsmaßnahmen erhöhen.

Ein weiterer großer Vorteil, besonders im Nachwuchssport ist, dass die Reboots auch während der Busfahrt nach einem Spiel oder zu Hause am Schreibtisch benutzt werden können und somit Freiraum für andere Aktivitäten (Schule, Universität) schaffen.

Auch wenn wir uns eigentlich wünschen würden, dass die Sportler sich voll und ganz auf die Regenerationsmaßnahmen konzentrieren, sehen wir gerade in der heutigen Zeit, in der die jungen Sportler aufgrund  hoher schulischer und sportlicher Belastung oft kaum noch Freizeit haben, eine große Chance für die Akzeptanz und die Anwendung von Regenerationsmaßnahmen, wenn diese, wie eben mit den Reboots, quasi auch „nebenbei“ durchgeführt werden können.

Wenn Du ein professioneller Sportler, ein Trainer oder Therapeut bist oder bereits viel in den Bereich Regeneration investierst (Ernährung, Schlaf), können die Reboots ein echt nützliches Add-On sein. Für uns gehört eine regelmäßige Anwendung jedenfalls mittlerweile zur Trainingsroutine.

Was kosten die Reboots und wo kannst Du sie kaufen?

Der aktuelle Preis von rund 800 Euro ist im Vergleich zu Konkurrenzprodukten sehr günstig. Darüber hinaus gibt es in Deutschland bereits mehrere Standorte, an denen man die Reboots vor dem Kauf unverbindlich testen kann. Diese findet Ihr unter: https://reboots.de/testen/

Anmerkung: Aus unserem Interesse an und den positiven Erfahrungen mit den Reboots hat sich eine Partnerschaft ergeben. Reboots ist nun offizieller Partner von SoccAthletix – spielend fit werden. Als Partner nehmen wir am Affiliate-Programm teil und erhalten für die Nutzung unserer Codes auch eine kleine Provision. Diese Provision hilft uns dabei, unseren Blog weiter zu betreiben. Wir versprechen, natürlich nur Produkte anzubieten, die wir vorher probiert und für gut befunden haben. Hier findet Ihr noch einmal den Link zur Seite: www.reboots.de

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